Brasilien: Unterstütze LGBT*-Notunterkünfte!

LGBT*-Notunterkünfte sind in Brasilien ein Rettungsanker für diejenigen, die dringend Schutz suchen. Und jetzt wird deine Unterstützung gebraucht.

_______


Für viele LGBT*-Menschen auf der ganzen Welt stellt ihr eigenes Zuhause oder ihre eigene Familie eine Gefahr dar. In Brasilien sind LGBT*-Notunterkünfte ein Zufluchtsort für diejenigen, die am schutzlosesten sind und Hilfe brauchen.

Diese Unterkünfte, die es in ganz Brasilien gibt, bieten Hilfesuchenden ein Dach über dem Kopf, Essen und Zusammenhalt.

Aber solche LGBT*-Behausungen sind unabhängig und stehen vor vielen Herausforderungen. Und sie erhalten immer noch keine finanzielle oder gesetzliche Unterstützung durch die brasilianische Regierung.

Du kannst helfen, das zu ändern: Fordere die brasilianische Regierung auf, Maßnahmen zu ergreifen und LGBT*-Notunterkünfte jetzt zu unterstützen.

Unterschriften
Ziel:  0
Sieh dir unsere Geschichten aus brasilianischen LGBT*-Notunterkünften an

Anlässlich des diesjährigen Internationalen Tages gegen Homophobie, Biphobie, Interphobie und Transphobie (IDAHOBIT) am 17. Mai berichten wir von vier Unterkünften in verschiedenen Regionen Brasiliens.

Wir sprachen mit Helfer*innen und Bewohner*innen – die Geschichten über ihren Alltag, ihre Herausforderungen, Zukunftshoffnungen und kleinen Erfolge zeigen, wie wichtig es ist, LGBT*-Menschen solche Zufluchtsorte zur Verfügung zu stellen.

Casa Aurora  Salvador – Bahia (Nordostregion Brasiliens)

Das 2019 in der Innenstadt von Salvador, Bahia, eröffnete Casa Aurora (Haus der Morgendämmerung) bietet umfassende Betreuung für gefährdete LGBT*-Jugendliche, die sozialen Risiken ausgesetzt sind und von ihren Familien aufgrund ihrer sexuellen Orientierung und/oder Geschlechtsidentität verstoßen wurden.

Casa Aurora hat bisher etwa 2 500 Menschen mit Hilfeleistungen, Schulungen, psychologischer Betreuung und anderen Diensten unterstützen können.

Aufgrund der Unterhaltskosten und der fehlenden staatlichen Unterstützung wird Casa Aurora seit Ende 2021 nicht mehr als physischer Raum betrieben.

Sieh dir das Video an, um mehr über das Casa Aurora und die Geschichten von João und Oda zu erfahren.

Casa Miga Manaus – Amazonas (Nordregion Brasiliens)

Das Casa Miga (Haus der Freundschaft) ist die erste LGBT*-Notunterkunft in der nördlichen Region Brasiliens füt LGBT*-Brasilianer*innen, Geflüchtete und Einwander*innen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden und/oder sich in einer sozial prekären Situation befinden.

Casa Miga gibt es seit 2018 und ist in Lateinamerika die wichtigste Anlaufstelle für LGBT*-Geflüchtete. Die Unterkunft hat bereits über 400 LGBT*-Personen aus Ländern wie Brasilien, Kuba, Kolumbien und Venezuela unterstützen können.

Derzeit hat das Casa Miga genug Platz, um bis zu 20 Menschen zu beherbergen, braucht aber Unterstützung, um diese sehr wichtige Arbeit fortzusetzen.

Sieh dir das Video an, um mehr über das Casa Miga und die Geschichten von Andira, Karen und Maya zu erfahren.

Centro Mais Liberdade Cuiabá – Mato Grosso (Region im mittleren Westen Brasiliens)

Das Centro Mais Liberdade (Zentrum für mehr Freiheit) ist eine Initiative des Vereins Mais Liberdade, der LGBT*-Personen unterstützt, die das Strafvollzugssystem im Bundesstaat Mato Grosso verlassen haben.

Ziel des Zentrums ist es, die nötigen Voraussetzungen für eine soziale Wiedereingliederung zu schaffen, die mit der Unterbringung von Menschen ohne familiäre Bindungen beginnt.

Obwohl das Centro Mais Liberdade bereits über Räumlichkeiten verfügt, ist es noch nicht geöffnet, da ihm die Struktur und die finanziellen Mittel fehlen, um den Betrieb aufzunehmen.

Sieh dir das Video an, um mehr über das Centro Mais Liberdade und die Geschichten von Monik, Rael und Sandro zu erfahren.

Casa Resistências Complexo da Maré – Rio de Janeiro (Südostregion Brasiliens)

Das Casa Resistências (Haus des Widerstands) ist Teil des Lesbischen Widerstandskollektivs von Maré, das seit 2016 für die Rechte von lesbischen und bisexuellen Frauen aus den Favelas kämpft – egal ob cis, trans oder travesti.

Die Notunterkunft befindet sich im Complexo da Maré, einer der größten Favelas in Rio de Janeiro. Sie ist die erste in Brasilien, die sich speziell auf die Unterstützung lesbischer Frauen aus den Favelas konzentriert, die aufgrund von Lesbophobie aus ihren Behausungen vertrieben wurden.

Während es diesen Frauen einen Neuanfang bietet, kämpft das Casa Resistências darum, seine Türen offenzuhalten. Das Team träumt davon, die angemieteten Räumlichkeiten kaufen zu können.

Sieh dir das Video an, um mehr über das Casa Resistências und die Geschichten von Dayana, Kelly, Kimberly und Paloma zu erfahren.

Warum ist es wichtig, LGBT*-Notunterkünfte in Brasilien zu unterstützen?


Es besteht eine große Nachfrage

Viele LGBT*-Personen, die in ihrem Zuhause Opfer von Gewalt werden, landen letztendlich auf der Straße. Eine Unterkunft, auch wenn sie nur vorübergehend ist, kann die Sicherheit und Würde dieser Menschen in ihrer Not gewährleisten.


LGBT*-Personen werden von der aktuellen brasilianischen Gesetzgebung nicht geschützt

Die brasilianische Nationale Sozialhilfepolitik (PNAS) schließt LGBT*-Personen nicht als Zielgruppe für Schutzeinrichtungen ein. Es mangelt also nicht nur an staatlicher Hilfe, sondern auch an effizienter Aufklärungsarbeit innerhalb des gesamten Menschenrechtsnetzwerks, um die soziale Unterstützung für LGBT*-Menschen sicherzustellen.

Besondere Anerkennung


Wir waren nur dank der unglaublichen Arbeit von Amplifying Voices in der Lage, diese Geschichten in so vielen Sprachen zur Verfügung zu stellen. Amplifying Voices ist eine Gemeinschaft von Freiwilligen, die Untertitel erstellt und übersetzt, eine Initiative der Participatory Culture Foundation, einer gemeinnützigen Organisation, deren Ziel es ist, ein integrativeres Medienökosystem aufzubauen, in dem alle Stimmen vertreten sind und gehört werden.

Neue Freiwillige sind immer willkommen! Wenn du gerne mit anderen zusammenarbeitest und eine oder mehrere Sprachen fließend beherrschst, würde sich das Team über deine Hilfe freuen.

Oder erfahre mehr, indem du hier klickst.